viernes, 27 de julio de 2012


 

 Demonstranten aus Südamerika

Vor einigen Wochen hatten mexikanische Studenten aus Berlin eine Ortsgruppe der mexikanischen Studentenbewegung „Yo soy 132“ gegründet. Zum ersten Treffen waren nur zwei gekommen. Beim nächsten kamen sechs Aktivisten. „Zwei waren meine Nachbarn, die ich da erst kennengelernt habe“, erzählte G. Bei der Demonstration vor zwei Wochen am Brandenburger Tor, bei der symbolischen Wahl vor der mexikanischen Botschaft letzten Freitag, waren es schon sechzig.
Einige von ihnen verfolgten zwei Tage später die Wahlberichterstattung in einem mexikanischen Lokal, das sie enttäuscht verließen, als das Ergebnis um drei Uhr morgens bekannt wurde. Der seifenopernhafte Kandidat der korruptionsfreudigen, ehemaligen Staatspartei PRI hatte gewonnen.
Zwei Tage später erzählte G., dass in Mexiko-Stadt gerade viele Leute demonstrieren, weil sie das Geld, das ihnen von der PRI für ihre Stimme versprochen worden war, nicht bekommen hatten.
Von Detlef Kuhlbrodt

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